TA| AfD verliert sich in Machtkämpfen


Ein Jahr nach ihrer Spaltung hat sich die AfD-Bundesspitze erneut komplett zerstritten. Diesmal geht es kaum noch um den Kurs, sondern nur noch um die Macht.

Die Stimmung in der bekennenden „Merkel-muss-weg-Partei“ AfD lässt sich recht gut daran ablesen, dass Parteichef Jörg Meuthen (54) seine Mitvorsitzende Frauke Petry (41) „Frau Merkel“ nannte.Das sei wohl ein Freud’scher Versprecher gewesen, meinte Wirtschaftsprofessor Meuthen.

Das liegt nah: Angela Merkel (61) ist promovierte Physikerin, Frauke Petry promovierte Chemikerin. Merkel singt gern Volkslieder, Petry sang im Kirchenchor. In Mimik und Gestik kann es Unterschiede geben.Außerdem – das mag man berücksichtigen – hat Parteichef Meuthen, der mit der Leitung der AfD in Baden-Württemberg derzeit sehr beansprucht ist, seine Ko-Vorsitzende Petry, die auch die AfD in Sachsen lenkt, bei wichtigen Veranstaltungen länger nicht gesehen.Beim Kyffhäuser-Treffen Anfang Juni zum Beispiel, zu dem Thüringens AfD-Held Björn Höcke geladen hatte, war Petry nicht zugegen.

Aber Meuthen war zur Schlafstatt des alten Rotbarts gekommen und hielt eine Rede. Brandenburgs AfD-LandesvorsitzenderAlexander Gauland (75) tat es ihm gleich.Zuletzt hatten sich Meuthen, Gauland und Höcke hinter verschlossenen Türen in der Hauptstadt getroffen, um Petrys Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl 2017 zu verhindern. Petry sei charakterlich ungeeignet, wurde erklärt – getreu dem Motto „Frau Merkel“.

 

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