TA| Intrigen auch bei AfD in Sachsen-Anhalt


Seit ihrem Wahlerfolg fällt die Sachsen-Anhalter AfD vor allem durch interne Fehden auf. Im Zentrum: Parteichef André Poggenburg.

Zuweilen werden in einer Partei die Konflikte derart offensichtlich, dass selbst ihre Vorsteher keinen Sinn mehr darin sehen, sie zu leugnen. Dieses Prinzip gilt auch für die Neupartei AfD.“Da ist hier eine Unordnung entstanden“, sagt deshalb André Poggenburg ins Telefon. Er ist in Sachsen-Anhalt der Vorsitzende der Landespartei und der Landtagsfraktion.Oder präziser: Er ist es noch. Obwohl er im März als Spitzenkandidat für die 24,3 Prozent bei der Landtagswahl gefeiert wurde, soll er nun sein Amt als Fraktionschef abgeben.So befand es die Mehrheit der immerhin 25 Abgeordnete zählenden Fraktion.Poggenburg, hieß es, führe ja nicht nur die Landespartei, sondern sitze auch im Bundesvorstand. Dies sei der Ämter zuviel.

Dann gab es noch den Brief aller zwölf Kreisvorsitzenden mit dem Titel „Ruf der Vernunft“, den auch wieder die große Mehrheit der Abgeordneten unterzeichnete. Darin lehnen sie die Nähe zu Organisationen ab, die als Auffangbecken für Extremisten“ fungierten. Als Beispiel nennen sie die vom Verfassungsschutz beobachtete Identitäre Bewegung (IB), der eine Scharnierfunktion zwischen rechtskonservativen und rechtsextremen Organisationen nachgesagt wird.

 

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