Cicero| AfD und Identitäre Bewegung: Die Stunde der „Neuen Rechten“


Führende AfD-Funktionäre warnen in einem offenen Brief vor einem Einsickern von Rechtsextremen in die Partei – und grenzen sich scheinbar von der „Identitären Bewegung“ ab. Doch das ist nichts als Fassade: Zwischen der Partei und der „Neuen Rechten“ gibt es zahlreiche Verbindungen

In der Alternative für Deutschland (AfD), oder genauer, in deren Landesverband in Sachsen-Anhalt regt sich ein oberflächlicher Widerstand gegen einen weiteren Rechtsruck der eigenen Partei. Vor allem gegen die Zusammenarbeit mit der „Identitären Bewegung“ (IB) in Deutschland und das Agieren der parteieigenen „Patriotischen Plattform“ richtet sich ein offener Brief zahlreicher Funktionäre. Man wolle keine „Verschmelzung mit Organisationen, die als Auffangbecken für Extremisten fungieren“ und auch kein „Auffangbecken für ehemalige Netzwerke der NPD“ sein.

Mit der IB steht damit eine junge Organisation im Fokus, die als popkulturelles Phänomen der „Neuen Rechten“ daherkommt. Seit 2011 schwappte der Trend aus Frankreich nach Deutschland über – wie schon bei der „Neuen Rechten“ vor rund 40 Jahren. Eine breitere Beachtung wird der IB erst zuteil, seit mit der AfD und dem erneuten Aufblühen der „neurechten“ Vordenker der politische und gesellschaftliche Kontext sich nach rechts verschoben hat: Die Symbole der IB sind auf zahlreichen AfD-Demonstrationen zu sehen.

 

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