EndstationRechts| Die Identitäre Bewegung in M-V – Ein Überblick


Mit etlichen Kleinstaktionen drängt die Identitäre Bewegung auch in Mecklenburg-Vorpommern immer mehr in die Öffentlichkeit. Doch während in vielen Bundesländern der Verfassungsschutz die Gruppierung mittlerweile beobachtet, läuft bei der hiesigen Behörde noch der Prüfvorgang.

Viele Beobachter nahmen den mecklenburg-vorpommerschen Ableger der Identitären Bewegung (IB) bereits früh zur Kenntnis. Wenig überraschend sind die Anhänger der „Bewegung“ vor allem in den sozialen Netzwerken präsent – auf Facebook schreiben sie bereits Anfang 2015 von einer „Interessenten- und Vortragsveranstaltung“.

Doch über Monate bleibt der lokale Ableger der IB vor allem eines: virtuell. 2015 bestimmte die Flüchtlingsdebatte die öffentliche Wahrnehmung, die Identitären konnten von der ständig in den Medien präsenten Thematik profitieren – und trauten sich zunehmend auf die Straße.

Hängten einige Anhänger anfangs nur Plakate gegen den „großen Austausch“ oder Banner auf Brücken, agieren sie zunehmend selbstbewusster. So kam es vergangenen Oktober zu einer unangemeldeten Mini-Kundgebung vor dem Rostocker Rathaus, wenige Wochen später war die „Lügenpresse“ das Ziel: Vom Dach der „Ostsee-Zeitung“ entrollten Aktivisten ein Banner, welches auf eine „bittere Zukunft“ hinweisen sollte.

Als Kopf der Gruppe in Mecklenburg-Vorpommern gilt der Rostocker Daniel Fiß. Der Student der Universität Rostock fand zuerst über die NPD zum politischen Aktivismus, war dort „JN-Schulungsbeauftragter“. Nach einiger Zeit wandte er sich von der rechtextremen Partei jedoch ab, nach eigenen Aussagen hielt ihn ein anschließendes direktes Engagement bei der IB von deren „dilettantischem Auftreten“ ab.

 

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