FP| Liefert DNA neue NSU-Mittäter?


Der NSU-Ausschuss will Tatort-Spuren abgleichen. Eine Basis dafür liefern 43 DNA-Spuren aus dem Wohnmobil und der Wohnung des NSU in Zwickau.

Von Jens Eumann

Berlin. Von wem stammen die DNA-Spuren auf Trommel und Lauf jenes Revolvers, den Ermittler im November 2011 neben den Leichen der mutmaßlichen Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im ausgebrannten Wohnmobil in Eisenach fanden? Das ist eine der Fragen, denen der Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Terror-Komplex „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) nach der Sommerpause nachgeht.

„Uns ist aufgefallen, dass an 27 Tatorten, die dem NSU zugerechnet werden, keine DNA von Mundlos, Böhnhardt oder Zschäpe festgestellt werden konnte, aber dafür anonyme DNA. Deshalb muss man der Frage nachgehen: Stammt diese DNA möglicherweise von Mittätern?“ Das sagte der Ausschussvorsitzende Clemens Binninger (CDU) dem MDR. Als Vergleichsbasis für Spuren an den übrigen Tatorten könnten jene laut Bundesanwaltschaft 43 noch nicht zugeordneten DNA-Spuren aus dem Wohnmobil und der mutmaßlich von Beate Zschäpe angezündeten Zwickauer Wohnung des Trios dienen.

 

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