Focus| Vom Schmuddelkind zum Schattenchef: Wie Höcke sich ins Machtzentrum vorarbeitet


Vor gut einem Jahr stand Björn Höcke kurz vor dem Rauswurf aus der AfD. Der Bundesvorstand – damals noch unter Führung von Bernd Lucke – beschloss ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Fraktionschef im Thüringer Landtag einzuleiten. Höcke hatte gesagt, er gehe nicht davon aus, „dass man jedes einzelne NPD-Mitglied als extremistisch einstufen kann“.

Auch nachdem sich Parteigründer Lucke und seine Getreuen von derAfDabgespalten hatten und die Partei spürbar nach rechts gerückt war, war Höcke weiterhin umstritten: Im Dezember vergangenen Jahres forderte der AfD-Bundesvorstand Höcke auf, zu überprüfen, obdie AfDnoch die richtige Partei für ihn sei.

Die Parteispitze sah sich genötigt klarzustellen, dass Höckes Äußerungen „bezüglich eines biologisch-demografischen Verhaltens von Menschen“ ausschließlich seine Meinung darstellten. Zuvor hatte Höcke sich über „Reproduktionsstrategien“ von Afrikanern verbreitet.

Höcke war immer der Rechtsaußen

Höcke war immer der Rechtsaußen derAfD. Doch nun scheint er in der Mitter der Partei angekommen zu sein – und sie mehr und mehr zu vereinnahmen.

Das zeigt sich zum Beispiel am Verhalten von AfD-Co-Chef Jörg Meuthen. Im vergangenen Jahr hatte der als innerhalb derAfDeher moderat geltende Wirtschaftsprofessor noch betont, dass er mit Höckes Äußerungen nicht glücklich sei.

Im Video: Hier zeigt AfD-Politiker Höcke, wie radikal er wirklich ist

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