shz| AfD sinkt in Umfragen – Offene Kritik an Parteichefin Petry


Die Umfragen zeigen nur einen kleinen Dämpfer – aber die derzeitige großer Ernüchterung könnte der Partei weiter schaden.

Die AfD steuert nach Ansicht führender Parteimitglieder auf eine existenzielle Krise zu. Grund ist der Führungsstreit zwischen den Parteichefs Frauke Petry und Jörg Meuthen, aber auch der Konflikt um den Umgang mit Antisemitismus. Meuthen warnt bereits vor dem Zerfall: „Es ist eine existenzielle Frage, ob es uns gelingt, uns glaubhaft von Extremismus und Antisemitismus abzugrenzen“, sagte er dem „Tagesspiegel am Sonntag“. „Schaffen wir es nicht, gehen wir unter.“ Laut AfD-Mitbegründer Konrad Adam würde die Partei eine zweite Spaltung nicht überstehen.

Der Erfolg von populistischen Parteien hängt sehr stark von aktuellen Stimmungen ab. Wie präsent die AfD im künftigen Bundestag vertreten sein wird, wird sich 2017 zeigen.

Unter dem Eindruck der Konflikte ist die AfD in der jüngsten Emnid-Umfrage auf den niedrigsten Wert seit Januar gefallen. In dem wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhobenen Deutschlandtrend kommt die Partei nur noch auf zehn Prozent (minus eins). Im jüngsten ARD-„Deutschlandtrend“ war die AfD um drei Punkte auf zwölf Prozent abgesackt, im ZDF-„Politbarometer“ auf elf Prozent (minus eins).

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