Spiegel| Affäre um V-Mann „Corelli“: Aufseher bescheinigt dem Verfassungsschutz „Versagen“


Schlampereien, mangelnde Aufsicht, Regelverstöße: Im Fall des ehemaligen V-Mannes „Corelli“ deckt ein Prüfbericht nach Informationen des SPIEGEL eklatante Missstände im Bundesamt für Verfassungsschutz auf.

In der Affäre um den früheren V-Mann „Corelli“ haben sich beimBundesamt für Verfassungsschutz (BfV) auf allen Ebenen etliche „Regelverstöße und Schwachstellen“ offenbart. Das geht nach SPIEGEL-Informationen aus einem vertraulichen Untersuchungsbericht des Bundesinnenministeriums hervor. Der vom Ministerium beauftragte frühere Ministerialdirektor Reinhard Rupprecht attestiert darin ein „Versagen der vierfach gestaffelten Dienst- und Fachaufsicht im BfV – von der Amtsleitung über die Abteilungsleitung, Referatsgruppen- und Referatsleitung“. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Der aus Halle in Sachsen-Anhalt stammende Thomas R. alias „Corelli“ war über viele Jahre hinweg eine Top-Quelle des Bundesamtes für Verfassungsschutz in der rechtsextremistischen Szene. Sein Name tauchte mehrfach im Zusammenhang mit der 2011 enttarnten Terrorzelle„Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) auf. So traf R. mindestens einmal den späteren mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos persönlich; auch fanden Ermittler R.s Daten auf einer Telefonliste des NSU.

 

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