SRF| Extremismus-Experte zweifelt an Ermittlungen in NSU-Mordserie


  • Olivier Parvex-Käppeli

Der Fricktaler Rechtsextremismus-Experte Heinz Kaiser ermittelt auf eigene Faust in der NSU-Mordserie in Deutschland. Er ist überzeugt, dass die Tatwaffe nicht aus der Schweiz stammt, wie das die Behörden behaupten. Gegenüber «Schweiz aktuell» zeigt er zum ersten Mal seine Erkenntnisse.

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«Ich zweifle sehr daran, dass diese Waffe tatsächlich aus der Schweiz stammt.» Zu diesem Schluss kommt Heinz Kaiser nach seinen Nachforschungen. Mit der Waffe ist eine tschechische Pistole CZ 83 gemeint. Diese wurde bei der Mordserie des sogenannten NSU eingesetzt.

Brutale Mordserie der NSU

Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) ist ein rechtsextremes Terrornetzwerk in Deutschland, das in den Jahren 2000 bis 2007 zehn Menschen brutal ermordet haben soll. Der NSU setzte sich aus zwei Männern und einer Frau zusammen. Das Trio war über zehn Jahre lang untergetaucht. 2011 flog es auf, als sich die beiden Männer nach einem Banküberfall in einem Wohnwagen umbrachten.

Heinz Kaiser und ein Bildschirm mit zwei Nahaufnahmen zum Vergleich.Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende:Heinz Kaiser hat Fotos der Ermittler mit Waffen aus derselben Serie verglichen und Unstimmigkeiten gefunden. SRF

Die Frau in der Gruppe, Beate Zschäpe, jagte daraufhin die gemeinsame Wohnung in die Luft und stellte sich ein paar Tage später der Polizei. In den Trümmern des Hauses fand die Polizei die Pistole CZ 83 mit Schalldämpfer. Sie soll bei allen Morden eingesetzt worden sein und gilt als Hauptbeweisstück für den Prozess gegen Zschäpe, der seit 2013 in München läuft.

Ungereimtheiten in Akten

Heinz Kaiser hat Fotos aus den Ermittlungsakten mit Aufnahmen von Waffen aus derselben Serie verglichen und Unstimmigkeiten gefunden: Unter anderem eine unterschiedliche Beschriftung auf dem Waffenschlitten.

 

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