TAZ| AfD-Parteitag in Brandenburg: Schwelendes Schweigen


Offene Stimmung gegen Frauke Petry? In Kremmen Fehlanzeige. Alle scheinen das Gemeinsame zu betonen – nur nicht Alexander Gauland.

KREMMEN taz/dpa | Um kurz vor elf am Samstag Vormittag betritt AfD-Chefin Frauke Petry die Musikantenscheune im brandenburgischen Kremmen durch einen Seiteneingang. Ihr Blick schweift durch den vollbesetzten Saal. Als dieser kurz Alexander Gauland streift, verzieht sie keine Miene. Gauland, Landeschef der hiesigen AfD und Parteivize auf Bundesebene, konzentriert sich demonstrativ auf ein Gespräch. Schnell verlässt Petry die umgebaute Scheune wieder.

Wenig später durchquert sie unter dem Applaus der Delegierten den Saal in ganzer Länge, bis sie vorn an der Bühne bei Gauland angekommen ist. „Morgen“, sagt Petry. Er küsst ihr die Hand. Kameras klicken. Dann wenden sich die beiden wieder voneinander ab.

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