TAZ| Kommentar Führungsstreit in der AfD


Nach den Antisemitismusquerelen in Stuttgart ist die Führung tief zerstritten. Eine erneute Spaltung würde die Partei kaum überleben.

Die AfD hat ein Antisemitismusproblem. Und einen so offenen Machtkampf in der Führungsspitze, dass es undenkbar scheint, dass die beiden ParteichefInnen weiter zusammenarbeiten. Zu befürchten ist aber, dass die rechtspopulistische Partei auch die bitteren Querelen in Baden-Württemberg überstehen wird – weil diese den großen Teil ihrer WählerInnen wenig kümmern.

Natürlich ist die Partei mit dem Austritt des Abgeordneten Wolfgang Ge­deons, der eindeutig antisemitische Thesen vertritt, aus der übrig gebliebenen AfD-Fraktion im Stuttgarter Landtag nicht antisemitismusfrei. Die Fraktionsmitglieder, die gegen den Ausschluss Gedeons stimmten, haben Judenhass zumindest in Kauf genommen.

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