DW| Kommentar: Warum Populisten keine guten Politiker sind


In Großbritannien werfen die Brexit-Befürworter einfach hin, in Deutschland zerlegt die AfD sich gerade selbst. Die Populisten in Europa blamieren sich dann, wenn es darauf ankommt, meint Kay-Alexander Scholz.

Das Beispiel Großbritannien hat gezeigt: Populisten sind wie ungezogene Kinder, die sich möglichst viele Spielsachen nehmen, darauf herumkloppen, bis alles kaputt ist und dann die Mutter mit großen Augen angucken oder alternativ zum nächsten Sandkasten weiterziehen. Nigel Farage und Boris Johnson waren eine solche Clique.

Und in Deutschland? Da offenbart der aktuelle Führungsstreit zwischen Frauke Petry und Jörg Meuthen in der AfD eine weitere Facette: Populisten sind zumeist Egomanen. Und die sind selten in der Lage, im Team zu arbeiten. Deutsche egomanische Populisten wollen zudem immer Recht haben, die Besten sein und das letzte Wort haben.

Man kann jedoch auch hart kämpfen und trotzdem fair bleiben. Zumindest sollten die Politiker sich das endlich hinter die Ohren schreiben. Wir sind hier nicht bei „House of Cards“, auch wenn das verlockend scheint.

Politik ist Fähigkeit zum Kompromiss

Sollen solche Personen demnächst wirklich über die Zukunft unserer Sozialsysteme oder sogar das Miteinander in Europa streiten? Ohne jede Fähigkeit zu Kompromissen? Ohne Lust auf Verantwortung für eine Entscheidung, die sie unter Umständen nicht zu 100 Prozent mittragen? Ohne zu bedenken, welche langfristigen Folgen ihre Entscheidungen haben?

 

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