Deutschlandradio| Russland-Lobbyisten /Die Liebe der AfD zu Putin


Von Julia Smilga

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Die AfD sympathisiert offen mit Wladimir Putin und pflegt ein enges Bündnis mit russischen Diplomaten. Auch die Jugendorganisation der AfD, die Junge Alternative, streckt ihre Fühler nach Russland aus.

„Ein dauerhafter Frieden in Europa ist gegen Russland nicht möglich, sondern nur mit Russland. Und ich sage mit aller Deutlichkeit: Die Russlandssanktionen liegen nicht im deutschen Interesse, liebe Freunde!“

Bjorn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag, ist einer der großen Russlandsympathisanten in der Partei. Die Krim-Annexion anerkennen, Sanktionen aufheben, aus der in seinen Augen amerikanisch bestimmten Nato austreten. Das klingt wie Musik in Putins Ohren, sagt Dmitri Gudkov, Oppositionspolitiker im russischen Parlament:

„Die russischen Machthabenden suchen Kontakte mit allen Parteien, die mit der russischen Politik sympathisieren und eine starke gesellschaftliche Resonanz, eine Lobby zur Abschaffung der Sanktionen herbeiführen können. Dabei ist es völlig egal, welche politische Richtung diese Parteien haben. Hauptsache – enge Mitarbeit und ein Netzwerk.“

Und die Kontakte sind eng: AFD-Vize Alexander Gauland reist auf Kosten des Oligarchen Konstantin Malofejew nach Sankt Petersburg, um dort Putins Berater zu treffen. Dabei gilt Malofejew als Schlüsselfigur im hybriden Krieg gegen die Ukraine.

Zusammenarbeit mit putinnahen Jugendbewegungen?

Die Europaabgeordnete Beatrix von Storch twittert gerne gemeinsame Fotos mit dem russischen Botschafter in Berlin. Kommentar: „Russland ist unser Freund und Partner – nicht Rivale oder Gegner.“

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