nd| Die Dauerlüge »Kein NSU-Bezug« Von Aufklärungswillen keine Spur!


Unfähigkeit reift zur Ermittlungsmethode: erneut Datenträger durch Zufall entdeckt

Thomas Richter war für das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) 18 Jahre lang eine »Top-Quelle« in der rechtsextremen Szene. Deckname »Corelli«. 2012 wurde er enttarnt, der Geheimdienst versteckte seinen Spitzel, stattete ihn mit einer neuen Identität aus. Kurz vor einer geplanten Vernehmung zu einer CD mit der Aufschrift NSU/NSDAP, die er Jahre zuvor seinen Auftraggebern übergeben hatte, wurde er von seinem Vermieter tot in seiner Wohnung aufgefunden. Das war am 7. April 2014.

»Schon« 2015 und dann noch einmal 2016 tauchten dann beim Verfassungsschutz verschiedene Handys sowie diverse deutsche und niederländische SIM-Karten auf, die dem V-Mann gehörten. Zufällig. Die Auswertungen durch das Bundeskriminalamt (BKA) dauerten eine gefühlte Ewigkeit und brachten – nichts. Zwar fand man rund 200 Kontaktdaten, darunter zahlreiche Daten wichtiger Frontleute rechtsextremistischer Bewegungen sowie mehrere Tausend Fotos. Doch alles hatte »keinen NSU-Bezug«. Behauptet das BKA noch immer.

Am Donnerstag musste die Bundeskriminalpolizei dann erneut eine »Panne« eingestehen. Offenbar zum ersten Mal hat ein Beamter in eine Laptop-Tasche aus »Corellis« Nachlass geschaut und siehe da: Darin fanden sich zwei bislang unbeachtete Speicherkarten. Darauf gespeichert waren wiederum zahlreiche Fotos, doch sie haben – man ahnt es – »keinen NSU-Bezug«.

 

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