Andreas Kemper| Warum nicht Hofsommer der Neonazi „Ladig“ ist


Seit ich vor zwei Jahren zum ersten Mal auf die Gemeinsamkeiten in Texten des AfD-Vorsitzenden in Thüringen, Björn Höcke, und den Texten des 2011/2012 unter Pseudonym schreibenden Neonazi „Landolf Ladig“ stieß, ist die Indizienkette dafür, dass Höcke und „Ladig“ identisch sind, stetig dichter geworden.

Dass es sehr enge Verbindungen zwischen Höcke und „Ladig“ gibt, wird inzwischen nicht mehr bezweifelt, einige ziehen aber in Erwägung, dass Höckes älterer Freund Heiner Hofsommer „Ladig“ sei. Heiner Hofsommer ist ebenfalls AfD-Mitglied und war Lehrer. Nachdem 2002 Eltern gegen rassistische Sprüche in seinem Unterricht protestierten und Hofsommer eine Anzeige wegen Volksverhetzung erhielt, trat er aus dem Schuldienst als Lehrer zurück. Wenig später, wahrscheinlich im Zuge der Hohmann-Affäre (Hohmanns Bezeichnung „Juden als Tätervolk“ führten zum Ausschluss aus der CDU), ca im Jahr 2004, begann die Bekanntschaft bzw. Freundschaft von Hofsommer mit Björn Höcke, der ebenfalls als Lehrer in Hessen tätig war. 2009 gibt Hofsommer ein Buch über die deutsche Geschichte heraus, auf der Rückseite findet sich eine wohlwollende Beschreibung von einem „Björn Hocke“ – es handelt sich wohl kaum um einen Rechtsschreibfehler, sondern eher um eine leichte aber effektive Verschleierung. Gibt man „Björn Höcke“ in der Google-Suche ein, findet man diese Buchbeschreibung nicht. Höcke hatte 2007 gegenüber Dieter Stein geäußert, aufgrund seines Berufes als Geschichtslehrer nur unter Pseudonym schreiben zu wollen.

 

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