vorwaerts| Rechtsextremismus/ Merck-Gesellschafter: In einem Boot mit Holocaustleugnern


von Robert Kiesel

Der Merck-Konzern ist das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt und beschäftigt 50.000 Menschen. Eine TV-Dokumentation enthüllt: Markus Stangenberg-Haverkamp, einer der Merck-Gesellschafter, ist Teil eines rechtsextremen Netzwerks.

Frau Woj, die Aufdeckung rechtsextremer Seilschaften des Merck-Sohnes Markus Stangenberg-Haverkamp sorgt bereits vor der Ausstrahlung ihrer Dokumentation „Das braune Netzwerk“ für Aufregung. Was steckt dahinter?

Im Ergebnis unserer einjährigen Recherche können wir nachweisen, dass Markus Stangenberg-Haverkamp tief in rechtsradikale Kreise verstrickt ist.

Welche Verbindungen konnten Sie offenlegen? 

Wir zeigen, dass Markus Stangenberg-Haverkamp eine Art Doppelleben führt. Unter seinem bürgerlichen Namen ist er Mitglied der Gesellschafterversammlung von Merck, dem ältesten pharmazeutischen Konzern der Welt mit einem Jahresumsatz von mehr als 12 Milliarden Euro. In seinem bislang verdeckten Leben ist er in internationalen Kreisen von Rassisten und Holocaustleugnern aktiv. Darunter im „Deutschen Kolleg“ (siehe Infokasten) von Reinhold Oberlercher und Horst Mahler.

Wie genau ist Stangenberg-Haverkamp in diese Netzwerke eingebunden?

Er gehört seit Jahren zum „Deutschen Kolleg“, nahm im Jahr 2006 in Teheran an einer sogenannten Holocaust-Konferenz teil. Ebenfalls vor Ort waren Rechtsextremisten aus 30 Ländern. Stangenberg-Haverkamp bot sich dort als Dolmetscher an.

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