tagesspiegel| Rechtspopulisten sperren Journalisten aus


Europas Rechtspopulisten wollen sich in Koblenz treffen. Der Organisator, AfD-Mann Pretzell, schließt unter anderem „alle GEZ-Medien“ aus. Die ARD verurteilt den „massiven Eingriff in die Freiheit der Berichterstattung“.

VON UND
 
Wenn sich die Rechtspopulisten im EU-Parlament Ende kommender Woche zur Konferenz treffen, wird eine ganze Reihe von deutschen Journalisten fehlen. Marcus Pretzell, Mitglied der europäischen ENF-Fraktion, Chef der nordrhein-westfälischen AfD und Organisator der Konferenz, hat bestimmten Medien die Akkreditierung verweigert. Die größte Gruppe: die „GEZ-Medien“, wie Pretzell sagt, also alle öffentlich-rechtlichen Sender. Auch das „Handelsblatt“ will Pretzell nicht dabei haben, genauso wie Melanie Amann vom „Spiegel“ und Justus Bender von der „FAZ“. Teilweise trifft es einzelne Journalisten, in anderen Fällen ganze Medien.

Auf dem Anmeldeformular steht zudem der Passus: „Ich nehme zur Kenntnis, dass der Veranstalter sich vorbehält, Teilnehmer vor und während der Veranstaltung ohne Angabe von Gründen von der Teilnahme auszuschließen.“

Ausschluss „ohne Angabe von Gründen“

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