Spiegel| V-Mann bei mutmaßlichem Wehrhahn-Attentäter „Junkie, Dealer, Weiberheld“/ Und wieder der Verfassungsschutz dabei


Ein V-Mann des NRW-Verfassungsschutzes hatte nach SPIEGEL-Informationen engen Kontakt zum mutmaßlichen Bombenattentäter von Düsseldorf. Dennoch ließ der Dienst die Polizei über seine Quelle jahrelang im Unklaren.

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Am Ende der Vernehmung fragten die Kriminalpolizisten den Zeugen, ob er vor irgendetwas Angst habe. Und André M. antwortete: „Nur vor dem Staat.“ (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL.

Die Furcht des früheren Skinheads, Spitzname „Gonzo“, muss überraschen, schließlich diente M. doch selbst zeitweilig den Behörden. Nach Informationen des SPIEGEL war der Extremist mindestens ein knappes Jahr lang eine Quelle des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes. Und er hatte in dieser Zeit engen Kontakt zu dem mutmaßlichen Bombenleger von Düsseldorf, Ralf S. Das geht aus vertraulichen Unterlagen der Sicherheitsbehörden hervor.

Der V-Mann mit dem Decknamen „Apollo“ arbeitete demnach im Sommer 2000 als Wachmann für den Rechtsextremisten S., der am 27. Juli des Jahres einen Sprengstoffanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn verübt haben soll. Dabei wurden zehn Menschen zum Teil schwer verletzt, ein ungeborenes Kind starb. S. war kürzlich von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen worden – mehr als 16 Jahre nach der Tat.

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