Mitteldeutsche Zeitung| Kommentar Höcke hat seine Rede gemeint, wie er sie gehalten hat


Wer die angebliche Entschuldigung des Thüringer AfD-Politikers Björn Höcke für seine Dresdener Rede für bare Münze nimmt, der muss maximal naiv sein – oder ein Sympathisant.

Der 44-Jährige hat all das, was er in der sächsischen Landeshauptstadt gesagt hat, nämlich genau so gemeint. Dafür spricht nicht nur das Vokabular seiner Klarstellung, in der von einer falschen „Tonlage“ sowie davon die Rede ist, er habe etwas „vergeigt“. Dafür sprechen auch all die anderen Äußerungen, die von Höcke bekannt sind.

Im Kern nimmt er ja auch nichts zurück. Noch immer fragt Höcke mit Blick auf den Holocaust: „Warum stellen wir ausgerechnet diesen Schandfleck in den Mittelpunkt unserer Erinnerungskultur?“ Er will genau die „erinnerungspolitische Wende um 180-Grad“, die er in Dresden proklamiert hat.

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