TagesAnzeiger| Berliner Attentäter chattete mit Schweizer Konvertitin


Anis Amri hatte Kontakt zu einer Thurgauer Konvertitin. Sogar Heirat war ein Thema.

Der Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz ­benutzte nicht nur ein gestohlenes Schweizer Smartphone der Marke HTC, sondern unterhielt auch ­regen Kontakt in die Ostschweiz. Von einem der Handys, das deutsche Ermittler am Tatort gefunden haben, führt eine Datenspur in die Thurgauer Bodensee­region, und zwar zu einer Mobilnummer, die einer Schweizer Konvertitin gehört. Anis Amri hat mit der Frau unter anderem über einen verschlüsselten Messenger-Dienst gechattet.

Besitzerin der Mobilnummer ist die 29-jährige S., Tochter einer Thailänderin und eines Schweizers. Sie trat 2015 zum Islam über. Seither hat sie sich offenbar radikalisiert, wie ihren zunehmend islamistischen Kommentaren in den sozialen Medien zu entnehmen ist. Am 19. Dezember, dem Tag des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt, schrieb S. auf Facebook, dass sie kein Mitleid empfinde. Der Westen habe mit den Syrern, den Opfern der russischen und amerikanischen Kampfjets, ja auch kein Mitleid gehabt und ausserdem den Hass gegen den Islamischen Staat (IS) geschürt.

 

weiterlesen

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: