HUFF| So widerlich freuen sich AfD-Politiker über die Inhaftierung des „Welt“-Reporters Yücel in der Türkei


„Welt“-Journalist Deniz Yücel bleibt weiterhin in türkischer Haft

  • Medien und Politiker in Deutschland setzen sich für die Freilassung ein
  • AfD-Politiker sorgen derweil für Aufregung, weil sie sich über die Verhaftung freuen

Der Fall hat das Potential die deutsch-türkischen Beziehungen nachhaltig zu schädigen. Deniz Yücel, deutsch-türkischer Journalist „Der Welt“, muss nach 13 Tagen im Polizeigewahrsam in Istanbul auf unbestimmte Zeit in Untersuchungshaft.

Aber während Medien und Politik hierzulande für die Freilassung Yücels kämpfen, freut sich die AfD über die Inhaftierung. Das zeigen die Reaktionen zahlreicher Politiker der Partei.

So schreibt der Bundesvorsitzende des AfD-Nachwuchses „Junge Alternative“, Markus Frohnmaier, auf Twitter: „National-Borderliner Yücel hätte in Deutschland schon längst wegen Beleidigung und Volksverhetzung Gefängnis von innen erleben sollen.“

Markus Frohnmaier @Frohnmaier_AfD

National-Borderliner hätte in Deutschland schon längst wegen Beleidigung und Volksverhetzung Gefängnis von innen erleben sollen. https://twitter.com/constantinard/status/836302733837762560 

Auch Holger Arppe, der für die AfD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sitzt, befürwortet die Haft von Yücel. „Von mir aus kann er bleiben, wo er ist.“

Die AfD-Politiker echauffieren sich hauptsächlich über eine Kolumne Yücels, die 2011 in der linken Tageszeitung „Taz“ erschienen ist. Unter dem Titel „Super, Deutschland schafft sich ab!“ kommentierte der Journalist den Geburtenrückgang – in dem beißenden Ton, für den er bekannt ist.

 

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