swp| Schwäbisch Hall/Ravensburg: Schwere Vorwürfe gegen Vollzugsbeamte/Aktive Hilfe für NAZIS!


Bedienstete der Vollzugsanstalten in Schwäbisch Hall hätten rechte Häftlingsgruppen unterstützt. Das sagte ein Neonazi vor dem NSU-Untersuchungsausschuss aus.

Von Thumilan Selvakumaran

Gegröle schallt aus den Lautsprechern, dazu monotone Gitarrenriffs und ein schneller Beat. Zwischen unverständlichen Passagen klingt der Refrain durch: „Wir sind kampfbereit (…) treu zu allem bereit“. Zu den Zuhörern des „Celtic Moon“-Konzerts Mitte der 90er in Oberrot gehört der damals Minderjährige Patrick W. aus Backnang.

Der Nachwuchs-Neonazi, der mit 15 Jahren Hitlers „Mein Kampf“ gelesen hat, lauscht den radikalen Texten von Achim Schmid, jenem Rechts-Rocker, der 2001 in Gailenkirchen die „European White Knights of the Ku Klux Klan“ gründen wird. Patrick W. freundet sich mit ihm an, versinkt Ende der 90er in den dunkelbraunen Sumpf und konsumiert reichlich faschistisches Liedgut, das ihn jahrelang begleiten soll – bis hinter Gitter.

33-Jähriger sagt im Landtag aus

Als W. am Montag in Stuttgart vor dem NSU-Untersuchungsausschuss befragt wird, geht es eigentlich um einen Hinweis von 2015. W. hatte gegenüber Behörden erklärt: „Ich hatte Informationen zu mutmaßlichen Waffenlieferanten des NSU, da ich selbst Waffen in der rechtsextremistischen Szene gekauft hatte.“

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