DLF| Niedersachsens AfD vor der Zerreißprobe


Monatelange Streitereien, parteiinterne Machtkämpfe, persönliche Angriffe, Rücktritte und Austritte enttäuschter Parteimitglieder – die AfD in Niedersachsen kommt nicht zur Ruhe. Dem von Armin Paul Hampel geführten Landesverband steht an diesem Wochenende ein unruhiger Landesparteitag bevor.

Von Dietrich Mohaupt

Mitgliederversammlung der AfD Niedersachsen Mitte Februar in Hannover – gut 400 Teilnehmer wollen die Kandidaten für die Landesliste der Partei zur Bundestagswahl im September wählen. Gerade ist der erste Wahlgang für Listenplatz eins beendet – mit einem mehr als deutlichen Ergebnis.

„Auf Herrn Perschel entfielen 15 Stimmen – auf Herrn Sperling entfielen 24 Stimmen – auf Herrn Hampel entfielen 346 Stimmen!“

Armin Paul Hampel ist damit Spitzenkandidat der AfD in Niedersachsen.  Der Landeschef der Partei – durch und durch konservativ – präsentiert sich in der Öffentlichkeit gerne gepflegt bürgerlich. Sein Outfit – Tweed-Sakko, Krawatte, Cordhose, edel wirkende Schuhe – wirkt ein bisschen wie Typ „englischer Landadel“. Als Reserveoffizier ist er ein Freund militärischer Floskeln. „Geführt wird von vorne!“ ist zum Beispiel eine von ihm immer wieder verwendete Redewendung. Für AfD-Mitglied Christopher Jahn aus Osnabrück sind das nur leere Worte.

„Formal sieht man ihn vorne, das stimmt. Aber leider hat man manchmal das Gefühl, dass der Satz – zumindest im Hintergrund – heißt: Geführt wird hinten herum!“

Vorwurf eines autoritären Führungsstils

 

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