morgenweb| Anzeige gegen Verfassungsschützer gestellt/ Linke in Hessen klagt


Die Rolle des ehemaligen Verfassungsschützers Andreas Temme im NSU-Mordfall an dem Internetcafé-Besitzer Halit Yozgat in Kassel bleibt mysteriös. Die Landtagsfraktion der Linken in Hessen hat gestern Strafanzeige gegen den Mann erstattet, der 2006 – nach eigenen Angaben rein zufällig – am Tatort war.

Sie sieht ihn durch ein neu aufgetauchtes Dokument der Falschaussage vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags überführt. Dort hatte Temme im September 2012 versichert, die nach der Tatwaffe damals „Ceska-Morde“ genannte Serie sei in seiner Dienststelle beim Verfassungsschutz kein Thema gewesen, bevor er am 21. April 2006 wegen zwischenzeitlichen Tatverdachts vorübergehend festgenommen wurde. Aus dem jetzt dem hessischen NSU-Untersuchungsausschuss vorgelegten Dokument gehe aber hervor, dass er zwei Wochen vor dem Mord an Yozgat eine schriftlich ausgedruckte Mail abgezeichnet hatte, in der seine Vorgesetzte ihn und Mitarbeiter aufgefordert hatte, sich bei ihren V-Leuten zu der Ceska-Serie umzuhören.

 

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