Inforadio| Versäumnisse im Fall Amri: Wer hat welche Schuld?


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Ziemlich genau zwei Monate lang haben die Geheimdienstkontrolleure des Bundestages den Fall Amri intensiv unter die Lupe genommen. Das Fazit: Die mit dem Fall befassten Sicherheitsbehörden haben die Gefahr, die von Amri ausging, nicht immer richtig bewertet. Terrorismusexperte Michael Götschenberg hat für Inforadio einen Blick in den Untersuchungsbericht des Parlamentarischen Kontrollgremiums geworfen.

Die Vorgeschichte des Terroranschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz harrt immer noch der Aufklärung. Am Dienstag beschloss der Berliner Senat, einen Sonderbeauftragten zu berufen, der das Handeln der Sicherheitsbehörden genauer unter die Lupe nehmen soll. In Nordrhein-Westfalen gibt es so einen Sondergutachter bereits – dort befasst sich auch ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss mit dem Fall des späteren Attentäters Anis Amri.

Vor diesem Ausschuss hat am Dienstag Bundesinnenminister de Maiziere gesagt, er sehe kein Fehlverhalten der Sicherheitsbehörden des Bundes. Das klingt etwas anders in einem geheimen Untersuchungsbericht des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestags, der dem Inforadio vorliegt – in dem wird das Verfahren zur Bewertung islamistischer Gefährder deutlich kritisiert.

Terrorismus-Experte Michael Götschenberg hatte Einsicht in diesen Bericht. Im Interview erklärt er uns, was drin steht.

Quelle: RBB/Inforadio

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