tagesspiegel| Frauke Petry in der Lucke-Falle


Mit ihrem öffentlichen Nachdenken über Alternativen zur Politik hat die AfD-Chefin ihre Partei in Aufruhr versetzt – und einen taktischen Fehler begangen. Schon ihr Vorgänger drohte einst mit Rücktritt. Ein Kommentar.

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Sie hatte doch alles anders machen wollen als ihre Vorgänger. Sie, die Partei, Alternative für Deutschland. Und sie, die Chefin, Frauke Petry, 41 Jahre alt. Es wäre eine gute Idee gewesen. Es hätte klappen können. Seit Donnerstag ist klar: Der Versuch ist kläglich gescheitert. Schon wieder.

Kurz vor dem Bundesparteitag am 22. April, an dem die AfD über den oder die Spitzenkandidaten entscheiden will, hat Frauke Petry im Tagesspiegel offen darüber nachgedacht, wie das wohl wäre, wenn sie sich aus der Politik zurückzöge. Es sei sinnvoll „ab und an das eigene Leben zu überdenken und neu zu justieren“. Die Botschaft an die Parteifreunde lässt sich leicht übersetzen: Macht ihr nicht, was ich will, habe ich eine Alternative zur Alternative. Und andersrum?

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