BerlinerKurier| Anis Amri LKA Berlin wusste von Terror-Plänen


Es ist eine Panne, die kaum zu glauben ist: Dass Anis Amri, der Attentäter vom Breitscheidplatz, einen Anschlag in Berlin verüben könnte, war dem Landeskriminalamt bekannt. Wie der RBB und das Magazin Kontraste berichten, bat das LKA sogar um eine Fortführung der Observation. Das belegen interne Dokumente. Die Bewachung Amris wurde im Juni eingestellt, am 19. Dezember verübte er das Attentat auf dem Weihnachtsmarkt.

Offiziell hieß es bisher, man habe Amri für einen Kleinkriminellen gehalten und ihm so eine Terrortat nicht zugetraut. Doch die Ermittler und die Innenpolitiker wussten wohl mehr, als sie sagten. Innensenator Geisel (SPD) meinte am Freitag, die Dokumente des LKA nicht zu kennen. Die Berliner Polizei teilt mit, man habe gewusst, dass sich der Tunesier in der salafistischen Szene bewegt habe. „Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen gab es nicht“, hieß es erneut. Die Grünen forderten einen Untersuchungsausschuss und personelle Konsequenzen.

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