RBB Inforadio| ‚Es geht vor allem um Macht‘ in der AfD


 

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„Weder die Politik noch die AfD sind für mich alternativlos“ hatte AfD-Chefin Frauke Petry in einem Zeitungsinterview gesagt und damit heftige Spekulationen ausgelöst: Bereitet sie da etwa ihren Abgang vor? Der Politologe Hajo Funke glaubt nicht daran: „Das ist eher Taktik“, sagt er im Gespräch mit Irina Grabowski. Petrys Aussage sei mitten im „zersetzenden Machtkampf an der AfD-Spitze“ gefallen. Letztlich gehe es nur um Macht.

Der „Tagesspiegel“ und anderen Medien interpretieren die Aussagen dahingehend, dass Petry einen Rückzug aus der AfD erwägt. Die AfD-Chefin wollte sich zunächst nicht dazu äußern. Aus der Partei hieß es, ihre Äußerung könne auch eine verschleierte Warnung an ihre Gegner in der AfD sein. „Ich glaube nicht, dass Frauke Petry jetzt die Flinte ins Korn wirft“, sagte Dirk Driesang, Beisitzer im AfD-Bundesvorstand, der Deutschen Presse-Agentur. Petry sei aus seiner Sicht auch „sehr wichtig für den Erfolg der AfD“.

Vielleicht habe die Parteichefin mit ihrer Äußerung andeuten wollen, dass es für sie auch eine Grenze gebe, sagte Driesang. Für eine AfD, die den Ideen des Thüringer  AfD-Rechtsaußens Björn Höcke folge, stünden Petry, er selbst und auch einige andere AfD-Funktionäre nicht zur Verfügung.

Keine Anzeichzen von Amtsmüdigkeit

Petry hatte nach internen Diskussionen um die Spitzenkandidatur für den Bundestag in den vergangenen Wochen mehrfach betont, sie wolle mit einer geschlossenen Partei in den Wahlkampf ziehen. Anzeichen von Amtsmüdigkeit ließ die Vorsitzende der sächsischen AfD-Landtagsfraktion aber nicht erkennen.

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