tagesspiegel| Petry: Höcke hat unter pseudonym NPD gelobt


Hat Björn Höcke unter dem Pseudonym „Landolf Ladig“ für NPD-Blätter geschrieben? AfD-Chefin Frauke Petry erklärt diesen Verdacht jetzt zur Gewissheit.

Den Verdacht gibt es schon lange. Doch nun erklärt ihn AfD-Chefin Frauke Petry zur Gewissheit. In ihrem dem Tagesspiegel vorliegenden Parteiausschlussantrag gegen den AfD-Rechtsaußen Björn Höcke heißt es: „Der AG“ – gemeint ist der Antragsgegner Höcke – „hat unter dem Namen ,Landolf Ladig‘ in den NPD-Veröffentlichungen ,Volk in Bewegung‘ und ,Eichsfeld-Stimme‘ Artikel verfasst.“ Das birgt politischen Sprengstoff. Denn in diesen Artikeln lobte „Landolf Ladig“ die rechtsextreme NPD nicht nur für ihre politischen Ideen. Er verherrlichte auch das NS-Regime.

Bereits 2015 verlangte der damalige AfD-Bundesvorstand unter dem später geschassten Bernd Lucke, Höcke möge eine eidesstattliche Versicherung zu mutmaßlichen NPD-Kontakten unterschreiben. Höcke weigerte sich. Er sagte damals: „Ich habe niemals unter einem Pseudonym für eine NPD-Zeitung geschrieben.“

Doch Petry und zwei weitere AfD-Bundesvorstandsmitglieder, die den Ausschlussantrag unterzeichneten – Bundesschatzmeister Klaus Fohrmann und Beisitzer Julian Flak -, sind sich sicher: Anhand der Indizien seien „vernünftige Zweifel daran, dass der Antragsgegner unter der Bezeichnung ,Landolf Ladig‘ veröffentlicht hat, nicht mehr möglich“.

 

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