Dr. Konrad Adam (AfD) über Marcus Pretzell (AfD)/ Wie schütze ich mich vor dem Offenbarungseid?


„Ich aber beschloss, Politiker zu werden“

Der Münchner Publizist Michael Klonovsky hat sich in dem für ihn typischen, sarkastischen Tonfall über das eigenwillige Geschäftsgebaren von Marcus Pretzell geäußert, dem Spitzenmann der AfD bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen. Er wirft ihm Falschspiel, Hochstapelei, Vertragsbruch und Ähnliches vor, wahrscheinlich zu Recht. Das letzte Wort hat hier wie immer die Justiz.

Weil aber auch Klonovsky in geschäftlichen Dingen nicht ganz unerfahren ist, muss er sich fragen lassen, warum er sich über die Bonität seines Partners denn nicht beizeiten kundig gemacht hat. Hätte er bei der Creditreform Pretzells Namen aufgerufen, wären ihm die Augen auf- oder übergegangen. Dort wird vor Geschäftsbeziehungen zu Pretzell und seiner Firma, der Maloony-Projektentwicklungs-GmbH, dringend gewarnt. „Kredite werden abgelehnt, von einer Geschätsverbindung wir abgeraten“ heißt es dort wörtlich; es bestehe ein nahezu hundertprozentiges Ausfallrisiko.

Wer eine Firma gründet, geht ein Risiko ein, er kann scheitern. Pretzell ist gescheitert, ist im amtlichen Schuldnerverzeichnis gelandet und hat die von ihm verlangte Vermögensauskunft, vulgo Offenbarungseid, zweimal verweigert. Aber er wusste sich zu helfen, denn er beschloss, Politiker zu werden, wurde es dann ja auch. Er ist Landesvorsitzender der AfD, Abgeordneter in Brüssel, Spitzenkandidat in Nordrhein-Westfalen, Eheman von Frauke Petry und manches mehr.

Ein Mann mit einem Ruf wie Donnerhall. Ein Mann, der die Wähler vor die Entscheidung stellt, ob sie ihm das Vertrauen schenken wollen, um das er sie wie alle Kandidaten bitten wird. Ob sie einen Spieler wie ihn als Volksvertreter in den Landtag schicken wollen. Ob sie ihm zu einer Immunität verhelfen wollen, die er nicht verdient, und ihn vorm Zugriff des Gerichtsvollziehers bewahren wollen, den er sehr wohl verdient.

In geschäftlichen Dingen soll die Justiz das letzte Wort haben, in der Politik hat es der Wähler.

Quelle: Facebook

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