Correctiv| Bottroper AfD-Kandidat mit dubiosen Finanzen


Die Rechtspopulisten der AfD ziehen Leute mit zweifelhafter finanzieller Vergangenheit geradezu an. Offenbar suchen vor allem geschäftliche Versager ihr Heil in der AfD-Politik. Ein möglicher Grund: einmal im Land- oder Bundestag können die Klammtaschen mit rund 500.000 Euro an Einkünften rechnen.

Es fängt oben an: Parteichefin Frauke Petry hat eine Unternehmensgründung in den Sand gesetzt und musste Privatinsolvenz anmelden. Der AfD-Landeschef in NRW, Marcus Pretzell, war so klamm, dass die Finanzbehörden in Bielefeld ein Parteikonto pfändeten, um seine Steuerschulden einzutreiben. Aber auch in den Niederungen der Partei finden sich finanzielle Glücksritter. Zum Beispiel der Bottroper AfD-Kandidat für den Landtag NRW, Matthias Gellner. Der Mann geht auf einem angeblich sicheren Listenplatz in den NRW-Wahlkampf – mit der Startnummer 22.

Matthias Gellner präsentiert sich in der AfD stolz als Macher: „Immobilienfachmann seit 1995, stellvertretender Sprecher im Kreisverband Bottrop sowie im Bezirksvorstand Münster, Mitglied im Bundes- und Landesvorstand des Mittelstandsforums der AfD“. Tatsächlich aber ist Gellner ein Mann, dem seine ehemaligen Geschäftspartner alles mögliche attestieren – nur keine rechtschaffenen Qualitäten. „Seitdem er mich beschissen hat, habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm“, sagt ein früherer Partner, der seinen Namen hier erst mal nicht lesen will, aus Angst vor Gellners Anwälten.

 

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