vorwärts| AfD-Politiker Jens Maier: Breivik handelte aus Verzweiflung


von Robert Kiesel

Spätestens seit seiner Dresdner-Rede über die „Herstellung von Mischvölkern“ ist Jens Maier bundesweit bekannt. Auf einem Treffen des „Compact“-Magazins legte der sächsische AfD-Bundestagskandidat nun nach.

Das Attentat des Rechtsterroristen Anders Breivik aus dem Jahr 2011 gilt als einer der schwersten Terrorakte, die Europa in den vergangenen Jahren erlebte. Breivik, der sich in der Folge der Anschläge mehrfach zum Rechtsextremismus bekannte, zündete zunächst im Zentrum der norwegischen Hauptstadt Oslo eine Autobombe und erschoss danach auf der Ferieninsel Utoya 69 Menschen – die meisten davon Gäste eines Feriencamps der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Norwegens. Insgesamt starben 77 Menschen, Breivik wurde im Jahr 2012 zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.

AfD-Politiker Jens Maier: Breivik handelte aus Verzweiflung

Für Jens Maier, der erst vor wenigen Wochen auf Listenplatz 2 des sächsichen AfD-Landesverbands für die im September anstehende Bundestagswahl gewählt wurde, ist Breivik vor allem eines: Ein Opfer der herrschenden Umstände. „Breivik ist aus Verzweiflung heraus zum Massenmörder geworden“, erklärte Maier am Mittwochabend während einer Veranstaltung des neurechten Magazins „Compact“ unweit von Pirna. Der um sich greifende Multikulturalismus, die Vermischung der Kulturen innerhalb westlicher Gesellschaften durch die Enwanderung von „Kulturfremden“, „ist das nicht alles zum wahnsinnig werden?“, fragte Maier weiter. Wenige Minuten zuvor hatte er das Buch „Europa verteidigen“ des Bloggers „Fjordman“ als Anstoß seiner politischen Betätigung bezeichnet. Beiträge Fjordmans hatte auch Breivik in seinem 1500-seitigen „Manifest“ zitiert.

weiterlesen

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: