Welt| NSU-KOMPLEX: Spuren, die keine sein dürfen


Von Stefan Aust, Helmar Büchel, Dirk Laabs |

Bis heute ist der NSU-Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter nicht aufgeklärt. Eine Spur könnte die Verbindung von Uwe Mundlos zu einem V-Mann des Verfassungsschutzes sein – doch der Aufklärungseifer ist schwach.

Die Killer schlichen sich von schräg hinten heran. Vor zehn Jahren, am 25. April 2007, wurde die Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn durch einen gezielten Kopfschuss hingerichtet, ihr Kollege Martin A. überlebte wie durch ein Wunder. Der Mord an der damals 22-jährigen Polizistin gilt als zehnte und letzte Bluttat des NSU, des Nationalsozialistischen Untergrundes. Doch wirklich aufgeklärt ist dieser Anschlag genauso wenig, wie all die anderen jener Mordserie an ansonsten ausschließlich Migranten.

Das könnte an der zweifelhaften Rolle von 40 insgesamt staatlichen V-Leuten im Umfeld des NSU liegen. Einer von ihnen: Ralf Marschner, alias „Manole“, alias V-Mann „Primus“ des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Er wird nun von neuen Zeugen massiv belastet.

 

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