Watson| 10 NSU-Morde, 4 Jahre Prozess, 1 neue Spur: Sie führt direkt nach St.Gallen


Noch keiner der zehn Morde des «Nationalsozialistischen Untergrunds» konnte bisher aufgeklärt werden. Die vom deutschen Geheimdienst eingesetzten V-Männer spielen rund um den NSU eine wichtige Rolle. Einer dieser ehemaligen Informanten lebt seit Jahren im Kanton St.Gallen. Neue Recherchen zeigen, dass er tief in den NSU-Komplex verstrickt ist.

Bereits vier Jahre ist es her, seit sich Beate Zschäpe zum ersten Mal vor Gericht verantworten musste. Am 6. Mail 2013 begann der NSU-Prozess am Oberlandesgericht in München. Seither wurden in 361 Verhandlungstagen über 500 Zeugen angehört. 480 Seiten umfasst die Anklageschrift. In 56 Kisten liegen 650 Aktenordner mit Ermittlungsergebnissen der Bundesanwaltschaft. Zschäpe und vier mutmassliche Unterstützer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) wird vorgeworfen, zwischen den Jahren 2000 und 2007 zehn Morde, zwei Sprengstoffanschläge und mindestens 15 Banküberfälle begangen zu haben. Die Mord-Opfer waren acht türkischstämmige und ein griechischer Kleinunternehmer sowie eine Polizistin.

 

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