swr| Heilbronner Mordfall Kiesewetter: Handy-Spuren nach Ulm und Neu-Ulm/ Fragen erlaubt!


Zehn Jahre nach dem Mord an der Heilbronner Polizistin Michèle Kiesewetter haben das ARD-Magazin „REPORT MAINZ“ und der „Stern“ neue Details enthüllt, auch zur Dschihadistenszene.

Die Bundesanwaltschaft hält Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt vom sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund, NSU, für die alleinigen Täter. Aber vielleicht hatten sie ja doch Helfer, Mitwisser oder Unterstützer aus einem Bereich, den man zunächst nicht vermuten würde, nämlich aus der Dschihadistenszene im Raum Ulm, das legen die Recherchen der ARD-Sendung „REPORT MAINZ“ und der Zeitschrift „Stern“ nahe. Es sind demnach zwei Handy-Nummern, die nach Ulm und Neu-Ulm führen, und zwar zur Islamistenszene, die vor zehn Jahren, als der Mord passierte, in den beiden Städten sehr aktiv war, zum Beispiel im damaligen Neu-Ulmer Multi-Kultur-Haus.

Eine Nummer führt zur Sauerlandgruppe

Nach den Berichten wurden Handydaten ausgewertet und dabei zwei auffällige Nummern entdeckt. Beide Nummern waren unmittelbar vor dem Mord in Heilbronn in der Funkzelle um die Theresienwiese, dem Tatort, eingeloggt. Eine der beiden Nummer, eine 016er Nummer, war dem Bundeskriminalamt bei den Ermittlungen gegen die islamistische Sauerlandgruppe aufgefallen. Zwei dieser radikalen Islamisten, die im April 2007 Sprengstoffattentate in Deutschland geplant hatten, stammten aus Ulm.

weiterlesen

 

Anmerkung: Diese neuen Dokumente würden dann aber auch zwingend im Kontext mit dem Bericht des STERN vom 30.11.2011 und 01.12.2011 stehen, die die Anwesenheit von amerikansichen und deutschen Nachrichtendiensten zu eigen haben. Auch wenn das BfV es abstreitet oder das LfV BaWü. Wir wissen aber seit Jahren, Nachrichtendienste lügen, auch vor Gericht. da haben sie keinerlei Skrupel.

Dieses traurige Kapitel wird nie aufgeklärt, wenn nicht der Bundesinnenminister und der Innenminister des Landes Baden-Württemberg, endlich die Verfassungsschutzämter anweisen, alle Dokumente und Informationen auf den Tisch zu legen. Und natürlich auch der Generalbundesanwalt endlich in dieser Richtung ermittelt.

Wir alle wissen, es werden Informationen bekannt werden, die die Grundsubstanz der Nachrichtendienste, aber auch unsere Demokratie schwer belasten werden. Aber das müssen wir in Kauf nehmen, schnellstens. Wir sind es nicht nur den Opfern, deren Familien, nein auch uns Bürgern schuldig.

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: