FAZ| Merkel schlägt Schulz: Die Trümmer der SPD


Die SPD ist auf den furiosen Schulz-Zug aufgesprungen, fährt mit ihm aber in die falsche Richtung. Die CDU setzt auf die besseren Themen und hat noch immer das bessere Zugpferd – Angela Merkel. Ein Kommentar.

von JASPER VON ALTENBOCKUM

Die SPD wird nach dieser „kleinen Bundestagswahl“ alles tun, um daraus eine winzige Landtagswahl zu machen. Nur so wird sie davon ablenken können, dass sie nach ihrem himmelhochjauchzenden Jahresbeginn nach nur wenigen Wochen schon wieder zu Tode betrübt sein muss. Eine Niederlage an Rhein und Ruhr ist nicht eine normale Niederlage für die SPD. Es ist ein Nackenschlag, der von der Bundespartei immer als besonderes Alarmsignal begriffen wurde, bis hin zu Bundeskanzler Gerhard Schröder, der Neuwahlen ausrief, weil im sozialdemokratischen Kernland Anfang 2005 ein nicht einmal besonders charismatischer Christdemokrat das Ruder übernahm. Im Herbst kam die CDU dann auch im Kanzleramt an die Macht, mit einer Politikerin, von der man damals nicht erwartet hätte, dass sie sich so lange halten würde……

 

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Die CDU hat auf das Feuerwerk der Schulz-Gabriel-Ablösung erst verunsichert, dann mit ihren Kernkompetenzen reagiert. Das sind die Themen, die über Versäumnisse in der Migrationspolitik hinwegtäuschen können. Wenn die SPD dagegen allein auf die „soziale Frage“ setzt, wird sie über ihre Stammklientel nicht hinauskommen – egal, wer Kanzlerkandidat ist. Sie landet dort, wo schon Sigmar Gabriel stand: in den Trümmern, die am Sonntag schon wieder zum Vorschein kamen.

 

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