tagesschau| Fall Amri: Anzeige wegen Strafvereitelung / Handelte LKA im Auftrag des Verfassungsschutzes?


Die Vorwürfe im Fall des Attentäters Amri reißen nicht ab: Nun steht erneut das Berliner LKA in der Kritik. Die Behörde hätte Amri schon im November 2016 festnehmen können – wegen Drogenhandels, so der Berliner Innensenator. Er hat bereits Anzeige gestellt.

Es sind schwere Vorwürfe, die Berlins Innensenator Andreas Geisel gegen Mitarbeiter des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) erhebt: Nicht nur, dass der Attentäter Anis Amri schon im November 2016 hätte festgenommen werden können – das Versäumnis sei im Nachhinein möglicherweise auch noch vertuscht worden.

Grundlage der Anschuldigungen ist laut Geisel ein neues Dokument, das Amri bereits im November gewerblichen und bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln zur Last legt. Ein Verdacht, der für eine Festnahme gereicht hätte. Hätten die Beamten gehandelt, hätte der Anschlag im Dezember aus Sicht des Innensenators vielleicht verhindert werden können.

Anzeige wegen Strafvereitelung

Amri war am 19. Dezember mit einem Lkw in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast. Zwölf Menschen kamen durch das Attentat ums Leben, mehr als 60 erlitten Verletzungen. Amri floh über Frankreich nach Italien, wo er wenige Tage nach seiner Tat bei einem Schusswechsel mit Polizisten getötet wurde.

Geisel hat nun Anzeige gegen Unbekannt wegen Strafvereitelung gestellt. Es müsse geprüft werden, warum die Festnahme versäumt wurde – ob vielleicht sogar die Unterlagen, die Amri belasteten, vorsätzlich zurückgehalten wurden.

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