MZ| Interne Streitigkeiten: AfD tauscht weiteren Direktkandidaten aus / Kritik wird bestraft!


Gommern –

Vier Monate vor der Bundestagswahl hat Sachsen-Anhalts AfD nach internen Streitigkeiten einen weiteren Direktkandidaten ausgetauscht. Im Wahlkreis von Börde und Jerichower Land tritt Ende September der Versicherungsfachmann Andreas Kühn für die AfD an, wie Parteichef André Poggenburg am Sonntag sagte. Kühn sei am Samstag bei der Wahlwiederholung in Gommern mit großer Mehrheit der rund 40 Stimmberechtigten gewählt worden.

Die Kreisverbände hatten im vergangenen Dezember Wolfgang Rehfeld als Direktkandidaten aufgestellt. Der Landesvorstand wirft Rehfeld ebenso wie weiteren Mitgliedern und Funktionären vor, in einer gemeinsamen Chatgruppe den Umsturz des Vorstands geplant zu haben. Die Gruppe war aufgeflogen. Poggenburg schätzte die Zahl der maßgeblichen Kritiker auf 25 Mitglieder. Diese Aktion habe das Ansehen der Partei geschädigt, sagte er. Daher habe sich der Vorstand für Ordnungsmaßnahmen entschieden und lasse in Wahlkreisen, in denen „Umstürzler“ nominiert wurden, neu wählen.

 

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