nd| Dicke, dumme Neonazis


NSU-Ausschuss des Landtags befasst sich erneut mit der Nationalen Bewegung

Der Skinhead beherrschte kein Englisch. Den Brief an einen Kumpan in Kanada musste die Freundin übersetzen. Darin stand die Bitte um ein T-Shirt der »Blood&Honour«-Bewegung aus Kanada, Größe XXL. Ein dummer, dicker Skinhead. Das Vorurteil trifft auf ihn zu. Einige Zuhörer im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags müssen lachen, als die Abgeordnete Isabelle Vandré (LINKE) aus dem Brief vorliest.

Der Ausschuss befasst sich am Freitag ein weiteres Mal mit der ominösen Nationalen Bewegung, die 21 Taten verübt haben soll, darunter in der Nacht zum 8. Januar 2001 einen Brandanschlag auf die Trauerhalle des jüdischen Friedhofs in Potsdam.

Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg hatte am 18. November 2016 im NSU-Ausschuss bezweifelt, dass es die Nationale Bewegung jemals gegeben hat. Damit brachte er Nachforschungen ins Rollen. Am 28. April legte Bundesanwalt Wolfgang Siegmund im Ausschuss dar, was ihm damals rätselhaft erschien.

 

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