mdr| Mit Unterstützung von Pegida: AfD-Bundestagskandidat attackiert Parteispitze/ Braune Front der AfD und Pegida probt den Aufstand


Der sächsische AfD-Rechtsaußen, Jens Maier, hat die Parteispitze des Landesverbandes angegriffen. Der Richter und Bundestagskandidat sprach nach einer Kundgebung der Pegida-Bewegung auf dem Dresdner Altmarkt. Dabei griff er AfD-Landeschefin Frauke Petry an, ohne sie namentlich zu nennen. „Was hier gemacht wird, ist meiner Einschätzung nach an Niederträchtigkeit kaum noch zu überbieten“, sagte er vor etwa 1.500 bis 2.000 Menschen. Maier appellierte an den Vorstand, das laufende Parteiausschlussverfahren gegen ihn sofort zu beenden.

Wenn hier nicht endlich Vernunft einkehrt, dann ist die Einheit des Landesverbandes Sachsen in wirklicher Gefahr.

Jens Maier AfD-Bundestagskandidat
Maier war wiederholt mit markigen Sprüchen aufgefallen. Als Vorredner des Thüringer AfD-Politikers Björn Höcke hatte er im Januar in Dresden das Ende des deutschen „Schuldkults“ gefordert und über die „Herstellung von Mischvölkern“ orakelt. Der Landesvorstand der sächsischen AfD beschloss daraufhin die Beantragung eines Ausschlussverfahrens. Ein Parteitag sprach sich dagegen aus. Petry und Generalsekretär Uwe Wurlitzer reichten den Antrag dennoch im Mai beim Bundesschiedsgericht ein. Von den Pegida-Anhängern am Montag fühlte sich der AfD-Politiker Maier verstanden: „Hier bei euch habe ich das Gefühl, unter Freunden zu sein, die mir in den dunklen Stunden seit meinem Auftritt mit Björn Höcke zur Seite gestanden haben.“
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