MAZ| AfD-Politiker wegen Zigarettenschmuggel angeklagt


Der Brandenburger AfD-Politiker Jan-Ulrich Weiß muss wieder vor Gericht: Nachdem er sich wegen antisemitischer Hetze 2014 verantworten musste – und freigesprochen wurde –, kommt es jetzt dicker. Der Nachrücker für das Landtagsmandat von AfD-Chef Alexander Gauland ist wegen Zigarettenschmuggels in großem Stil angeklagt.

Der AfD-Politiker Jan-Ulrich Weiß, der Landtags-Nachrücker für den AfD-Landesvorsitzenden Alexander Gauland ist, sollte dieser in den Bundestag einziehen, ist jetzt wegen Steuerhinterziehung in besonders schwerem Fall angeklagt. Das bestätigte auf Nachfrage der Leiter der Neuruppiner Staatsanwaltschaft, Wilfried Lehmann der MAZ. Die Bild-Zeitung hatte die Anklageerhebung zuerst vermeldet. Sollte der Politiker aus der Uckermark verurteilt werden, drohen ihm zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Haft.

Konkret geht es um Zigarettenschmuggel in großem Stil. Die Ermittlungsbehörde wirft dem 42-Jährigen vor, gemeinsam mit einem Kompagnon sechs Millionen Zigaretten ins westeuropäische Ausland geschmuggelt zu haben – namentlich nach England. Die Menge entspricht zwei Lastwagenladungen. Dabei sei ein Steuerschaden von rund einer Million Euro entstanden. Den Schaden haben die Niederlande geltend gemacht, durch die Weiß mutmaßlich seine klandestinen Kuriere schickte. Die Taten soll Weiß im Jahr 2013 begangenen haben. Ein Fahrer soll Weiß belastet haben.

 

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