FR| NSU: Gruppenbild mit Beate Zschäpe/ Wieder TOTALVERSAGEN des Verfassungsschutzes!


Der hessische Verfassungsschutz war schon 1996 nah dran am späteren NSU. Ein Spitzel lieferte Fotos von Beate Zschäpe. Aber was passierte damit?

In einem düsteren Saal hängen Hakenkreuz-Fahnen an der Wand, betrunkene Skinheads liegen sich in den Armen, auf der Bühne Neonazi-Bands – hinter ihnen das Banner des damals noch nicht verbotenen Neonazi-Netzwerks „Blood and Honour“. Mit dabei: Beate Zschäpe – und ein bisher unbekannter Spitzel des hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV). Der V-Mann berichtete später dem Inlandsgeheimdienst von dem Konzert und lieferte Fotos ab. Zschäpe, die im Hintergrund einer Aufnahme deutlich zu sehen ist, will er nicht kennen, so notieren es hessische Beamte damals. In der Behörde lagerte die Sammlung, die der Frankfurter Rundschau und Frontal 21 vorliegt, wohl jahrelang in einem Aktenschrank.

Die Bilder hätten vielleicht dazu beitragen können, das kaum eineinhalb Jahre später von der Polizei zur Fahndung ausgeschriebene NSU-Kerntrio zu stellen. Denn auch einer der Helfer der ersten Stunde ist darauf neben Zschäpe zu sehen: Thomas S. Der Blood-and-Honour-Mann aus Chemnitz war später selbst ein Zuträger der Polizei. Als die drei Neonazis Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Januar 1998 abtauchen, fahren sie von Jena just in die sächsische Stadt, in der der hessische Spitzel Zschäpe bei dem Konzert fotografiert hatte.

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