SZ| Höcke soll wohl in AfD bleiben / Realsatire der AfD – Traurige Gewissheit!


 

  • Die Anzeichen verdichten sich, dass der Rechtsaußen Björn Höcke in der AfD bleiben und das Parteiausschlussverfahren gegen ihn ins Leere laufen soll.
  • Höckes Anhänger drängen intern schon lange darauf, dass der Beschluss, ihn aus der Partei zu werfen, zurück genommen werde.
  • Bisher konnte sich Höcke stets der Unterstützung seines Vertrauten Alexander Gauland sicher sein – nicht aber der von Fraktionschefin Alice Weidel.
Von Sebastian Pittelkow, Katja Riedel, Jens Schneider, Berlin

In der AfD soll der umstrittene Thüringer Landeschef Björn Höcke offenbar rehabilitiert werden. Nach Frauke Petrys Abschied aus der Alternative für Deutschland verdichten sich nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR die Anzeichen, dass der Rechtsaußen-Politiker in der AfD bleiben und das Parteiausschlussverfahren gegen ihn ins Leere laufen soll. Aus hochrangigen Funktionärskreisen ist zu hören, es werde an einer Exit-Strategie gearbeitet.

Höckes Anhänger dringen intern schon lange darauf, dass der Beschluss, ihn aus der Partei zu werfen, zurückgenommen wird. Dieser Beschluss war im Frühjahr nach Höckes Dresdner Rede zur deutschen Geschichtspolitik auf Betreiben von Frauke Petry, aber auch von Alice Weidel gefasst worden. Weidel ist inzwischen neben Alexander Gauland Fraktionschefin im Bundestag. Höcke hatte Weidel im Wahlkampf unterstützt.

Geheimtreffen zwischen Gauland, Weidel und Höcke

Am Montag – kurz nach Frauke Petrys spektakulärer Ankündigung, nicht in die Fraktion einzutreten und die Partei zu verlassen – kamen Gauland, Weidel und Höcke in Berlin zu einem geheimen Treffen in einem Hotel zusammen. Bei dem Gespräch, so berichten es Insider, sei es darum gegangen, dass der von Höcke angeführte, extrem rechte Teil der Partei – einfach nur „der Flügel“ genannt – bei der Postenverteilung nicht leer ausgeht. Höcke soll Bedenken gegen ein Amt für den Chef der Jugendorganisation der AfD, Markus Frohnmaier, geäußert haben. Dieser arbeitete zuletzt für Weidel.

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