Zeit|Identitäre Bewegung – Heimliche Wahlhelfer der AfD


Offiziell nimmt die AfD keine Neonazis auf. Aber sie ließ sich in Wahlkämpfen von Vertretern eines Vereins helfen, der tief ins rechtsextreme Milieu verstrickt ist.

Im Sommer 2016 erreicht einen Funktionär der rechtsextremen Identitären Bewegung (IB) eine ungewöhnliche Anfrage. Ein AfD-Politiker aus Norddeutschland meldet sich. Offiziell arbeitet die Partei nicht mit den Identitären zusammen, weil die Gruppe von ehemaligen Neonazis durchsetzt ist und vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Doch Holger Arppe, damals Landtagskandidat der AfD, sucht trotzdem ihre Hilfe: „Kennt ihr ein oder zwei junge Damen, die im AfD-Wahlspot für Berlin mitspielen würden?“, fragt er den Identitären-Funktionär. Man ist beim Du, kennt sich offenbar schon länger. Den AfD-Wahlwerbespot, erläutert Arppe dem Rechtsextremen, machten „die Jungs von Ein Prozent“. Der Identitären-Aktivist verspricht, er werde sich für die AfD nach Darstellerinnen umhören.
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