Tagesspiegel| Berlins Wohnungsnot ist das Ergebnis rot-rot-grüner Politik / Und die Politik ändert nichts dran!


Im wachsenden Berlin werden viel zu wenig Wohnungen gebaut. Ein Jahr Rot-Rot-Grün war ein verlorenes Jahr für Wohnungssuchende. Ein Kommentar.

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Langmut mit dem Dienstherren, das wissen Manager in Berlins städtischen Wohnungsgesellschaften, ist unabdingbar, will man den Job nicht gefährden. Es muss viel passieren, bis man dort die Geduld verliert. Sich wie kürzlich per Brief bei Bausenatorin Katrin Lompscher zu beklagen, dass es beim Neubau nicht vorangeht, das gab es noch nie. Angesichts der Wohnungsnot müsse ein klares Signal her, es müsse nur noch über das „Wie“ und nicht mehr über das „Ob“ von Neubauten diskutiert werden – ein desaströses Urteil.

Dramatischer kann man nicht ausdrücken, was immer noch schief läuft in der Stadt, die jährlich um 50.000 Menschen wächst. Für alle Berliner, die bezahlbare Wohnungen suchen, ist die Bilanz der rot-rot-grünen Koalition ein verlorenes Jahr. Der gestern vom Senat „zur Kenntnis“ genommene Zwischenbericht zum Stadtentwicklungsplan Wohnen ist reine Schönfärberei; es werden fabelhaft klingende Leitlinien präsentiert und 100.000 neue Wohnungen in den kommenden fünf Jahren anvisiert. Zu den Grundproblemen aber, die eine Bauoffensive in der Realität verhindern, fehlt jedes Wort.

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