Berliner Zeitung| Nur die CDU kann Sachsen retten


Was soll man eigentlich von einem Ministerpräsidenten halten, der am Abend der Bundestagswahl, als seine CDU in Sachsen zusammenbricht, kleiner als die AfD abschneidet, als ganze Dörfer mit 30, 40 und mehr Prozent die Rechtspopulisten wählen, einen befreundeten Bürgermeister anruft und ihn fragt: „Du, sag mal, was ist da eigentlich los?“

Ist so passiert. Am 24. September. Stanislaw Tillich ruft einen Bürgermeister an, damit der ihm sein Sachsen erklärt. Was so los ist, was die Leute denken, warum etliche so wütend sind. Nach neun Jahren als Ministerpräsident muss er andere fragen. In der sächsischen CDU fiel einigen die Kinnlade runter vor Staunen.

Diese absurde Geschichte erzählt zweierlei. Sie beschreibt einerseits, wie eigenartig Tillich regierte. Außerdem, wie abgehoben, teils rücksichtslos und ohne Draht zur Wirklichkeit in Sachsen seit langem Politik gemacht wird. Stanislaw Tillich, der 2008 als „Der Sachse“ und „Einer von uns“ Ministerpräsident wurde und den Westfalen Georg Milbradt ablöste, weil sich kein anderer fand, hat das Land treiben lassen.

 

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