MIGAZIN| EXPERTEN BEGRÜSSEN VORSTOSS: Länder wollen bessere Arbeitsmarktchancen für Geduldete


Mehrere Bundesländer wollen geduldeten Migranten in Deutschland das Arbeiten erleichtern. Auch abgelehnte Asylbewerber sollten so schnell wie möglich selbst ihren Lebensunterhalt verdienen können. Der Vorschlag stößt bei Experten auf Zustimmung.

Auf den Vorstoß mehrer Bundesländer für bessere Arbeitsmöglichkeiten für geduldete Migranten reagieren Arbeitsmarktexperten und Gewerkschaften mit Zustimmung. Ein Sprecher des DGB sagte dem Evangelischen Pressedienst, geduldete Flüchtlinge sollten „Zugang zu Erwerbstätigkeit und Integrationssprachkursen erhalten“. Der Vorstoß Hamburgs und des Saarlands, dem sich zuletzt die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) angeschlossen hatte, ziele in diese Richtung. Der DGB verlangte zudem, „eine Aufenthaltsmöglichkeit außerhalb des Flüchtlingsstatus“ zu schaffen.

Dies hält auch Arbeitsmarkt- und Migrationsexperte Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für sinnvoll. „Wer sich länger als zwei Jahre geduldet in Deutschland aufhält, sollte eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung für zwei bis drei Jahre bekommen, um Rechtssicherheit zu schaffen“, sagte der Experte vom Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit dem epd. Derzeit müssten Geduldete jederzeit mit ihrer Abschiebung rechnen. Arbeitgeber würden sie daher kaum einstellen.

Besonders Menschen aus dem Balkan würden profitieren

 

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