FAZ| AfD – Eine Partei auf Geisterfahrt


Von Jasper von Altenbockum

Der Augsburger AfD-Bundesparteitag hat ein Maß an Realitätsverlust gezeigt, das beängstigend ist. Es ist kaum zu glauben, dass es eine stabile Wählerschicht gibt, die solchen Unsinn honoriert.

Der Aufwind, den sich die CSU von ihrer asylpolitischen Konfliktbereitschaft verspricht, ist für die AfD kein Abwind. Denn sie erhält vorerst noch Zuspruch angesichts eines Trends, dem sich keine Partei verweigern kann, die Argumenten noch zugänglich sein will. Grüne und Linkspartei sind darin zwar nicht gerade stark, aber selbst die Grünen mussten sich in der Einwanderungspolitik bewegen.

Die SPD ist bei dem Thema heute da, wo sie vor wenigen Jahren noch die CDU vermutet hätte, und die CDU will nicht dort landen, wo die SPD sich viel zu lange eingemauert hatte. Die FDP wiederum muss mal beweisen, dass sie noch liberal ist, viel öfter aber auch, dass sie nicht doof ist.

Ein beängstigendes Maß an Realitätsverlust

Das Erstaunliche an dieser Entwicklung ist, dass sie nicht dazu führt, dass die AfD Argumenten zugänglich wird. Im Gegenteil, ihr Augsburger Parteitag, der sich über weite Strecken einer Partei widmete, die sich mit sich selbst beschäftigt, zeigte ein Maß an Realitätsverlust, das beängstigend ist. Symptomatisch dafür war die Rede Alexander Gaulands, die er schon einmal so ähnlich gehalten hatte, die aber dadurch nicht besser wurde.

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