nd| Wissenschaftler für den Geheimdienst / Gekaufte Meinung?


Der Fall «linksunten.indymedia» zeigt erneut: Aus Extremismusforschern werden gelegentlich VS-Mitarbeiter

  • Von Markus Mohr

Schon in der Gründungsphase von «linksunten.indymedia» war das Bundesamt für Verfassungsschutz an dem neu entstehenden Projekt interessiert. Auch in den laufenden Ermittlungen des Verbotsverfahrens gegen die Medienplattform ist die Expertise dieser Schnüffelbehörde gefragt. Die während einer Razzia bei Freiburger Aktivisten erbeuteten Dokumente wurden von der Polizei dem Bundesamt zur weiteren Auswertung überlassen. Einer der zuständigen Analytiker im Amt ist kein Geringerer als der promovierte Politologe Harald Bergsdorf. Beschuldigte des «Indymedia linksunten»-Verfahrens waren in den Akten auf seinen Namen gestoßen.

Schon als Beschäftigter des Landes Thüringen hat sich Bergsdorf in den frühen 2000er Jahren durch vielfältige Publikationen einen Namen gemacht. Er hat im dortigen Innenministerium zu einer Zeit gearbeitet, als der Thüringer Heimatschutz zum NSU transformierte. Er arbeitete dort noch, als die Fahndung gegen die drei …

 

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