Migazin| Politische Debatte erschwert Flüchtlingshelfern die Arbeit


Für die Integration von Flüchtlingen werden weiterhin viele Helfer gebraucht. Doch angesichts des politischen Streits wird es für Wohlfahrtsverbände und Hilfsvereine schwieriger, Ehrenamtliche für diese Aufgabe zu gewinnen. Von Claudia Rometsch

„Warum hilfst du denen denn?“ Diese vorwurfsvolle Frage hört Elaine Yousef seit einiger Zeit immer wieder in ihrem Bekanntenkreis. Die im Libanon aufgewachsene Erziehungswissenschaftlerin mit syrischen Wurzeln lebt seit 27 Jahren in Deutschland und arbeitet sowohl haupt- als auch ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Gelegentlich bekommt sie zu hören, man solle die Flüchtlinge alle abschieben, weil sie auf unsere Kosten lebten. Mit solchen Forderungen sieht sich Yousef vor allem nach Fällen wie in Freiburg und Kandel konfrontiert, wo Flüchtlinge zwei deutsche Mädchen töteten.

Häufig würden nach solchen schlimmen Vorkommnissen alle Flüchtlinge in einen Topf geworfen und als kriminell abgestempelt, sagt Yousef, die als Koordinatorin für ein Flüchtlings-Projekt des Bundesverbandes Netzwerke von Migrantenorganisationen (NeMO) in Waltrop in Nordrhein-Westfalen arbeitet. „Das macht mir zu schaffen.“ Sehr oft fühle sie sich auch selbst verletzt. Denn schließlich habe auch sie eine Einwanderungsgeschichte und sei vor dem Krieg im Libanon nach Deutschland geflohen. Wenn sie auf diesen Umstand hinweise, bekomme sie von ihren deutschen Bekannten oft zu hören: „Ja, du bist ja auch anders.“

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Anmerkung: Es ist beschämend für unser Land, wie Politiker über Flüchtlinge sprechen. Es ist unverantwortlich auch den Menschen Steine in den Weg zu legen, die ehrenamtlich den Flüchtlingen helfen, ihnen bei der Integration helfen. All diesen wunderbaren Menschen gilt unser persönlicher DANK! Sie/IHR alle steht für das Deutschland, das gerade in den letzten Jahren in aller Welt, das Bild dieses Landes geprägt hat, als weltoffen, hilfsbereit und modern. Ohne SIE/EUCH würde Integration niemals funktionieren. Bitte machen SIE weiter, wir haben noch einen weiten Weg vor uns, bis alle versorgt und integriert sind.

IHRE Arbeit trägt Früchte. Viele Flüchtlinge haben sich erfolgreich hier eingebracht. Sie gehen zur Schule, haben einen Ausbildungsplatz gefunden, sind zum Studium zugelassen oder bereichern viele Firmen als wertvolle Mitarbeiter.

Unsere Politiker verkörpern leider nur das Gegenteil, zumindest gilt dieses explizit für die Politiker der CDU/CSU, der AfD und all diese weltfremden, hasserfüllten Menschenfeinde. Für diese Personen können wir uns nur schämen. (L.B.)

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